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Klimaschutz mit dem Energieausweis
Klimaschutz ist innerhalb weniger Jahre von einem Randthema, das von vielen Politikern belächelt wurde, zu einem der wichtigsten politischen Ziele in der Welt geworden. Dabei wird aber häufig übersehen, dass sich die Faktenlage kaum verändert hat. Schon in den 1970er Jahren warnten Umweltaktivisten vor den Veränderungen, die eine moderne Industriegesellschaft auslösen könnte, und spätestens seit den 1980er Jahren ist der Treibhauseffekt ein bekannter Begriff. Klimaschutz steht von vorneherein vielen Interessen entgegen. Die großen Energieversorger sind vor allem daran interessiert, dass sie Öl und Gas zu hohen Preisen verkaufen können. Zudem sind regenerative Energien eher dezentral organisiert und damit bricht ein Stück Macht weg, dass die sehr zentralisierte Energiewirtschaft bislang hat. Doch langsam findet ein Bewusstseinswandel statt. Ein Zeichen dafür ist der Energiesausweis oder Energiebedarfsausweis, den viele Immobilienbesitzer schon jetzt vorweisen müssen. Er soll dafür sorgen, dass Häuser weniger Energie verbrauchen und auf diese Weise den CO2-Ausstoß verringern. Dies kommt direkt den Verbrauchen zugute, also Mietern und Käufern von Häusern. Da die Ausgaben für Energie in den letzten Jahren einen immer größeren Anteil an den monatlichen Kosten ausmachen, ist die Zielsetzung richtig. Der Energieausweis wird zumindest dazu führen, dass viele Hausbesitzer die dringend notwendigen Modernisierungen machen lassen.